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Ein
Fachbesuch der besonderen Art
Unser
Betrieb wird sehr oft im Jahr von Fachlehrern, Innungsmitgliedern,
Berufsschülern, Teilnehmer von Meisterklassen, Behördenvertretern,
Veterinären, Prüfern und anderen Interessierten besucht.
Wir sind stolz darauf, dass wir unser Wissen weitergeben können.
Das kommt letztlich allen Kunden zu Gute. Es ist unser elementares
Interesse, dass die handwerkliche Tradition und das handwerkliche
Können unseres Betriebes und unserer Mitarbeiter in ihrer
modernen Ausprägung und Entwicklung dargestellt werden.
Hier
wollen wir Ihnen noch ein paar Punkte aus dem Besuch des Bayerischen
Landwirtschaftsministers Josef Miller vorstellen. Es kommt nicht
jeden Tag vor, dass ein leibhaftiger Landwirtschaftsminister
offiziell eine Metzgerei besucht.
Bevor es an die Betriebsbesichtigung ging wurden alle Gäste
eingekleidet. Unsere Betriebsräume sind nur für die
hier Beschäftigten zugänglich. So mussten alle Besucher
eine Schutzkleidung anlegen. Dann erst konnten Sie die Betriebsräume
betreten. Manfred Obermaier, der sich freute, dass sich auch
Innungsmeister Ludwig Margraf und Handwerksmeister Johann Schwaiger
dem hohen Besuch angeschlossen hatten, erklärte den Besuchern
die strengen Hygienegrundsätze der Metzgerei Obermaier.
Für die Besucher war es interessant, aus erster Hand zu
erfahren, wie stark eine präzise Hygiene die Qualität
der hergestellten Lebensmittel beeinflusst.

Der Rundgang umfasste alle Bereiche der Produktion. Den Besuchern
wurden die einzelnen Bereiche vorgestellt und erklärt.
Vom Schlachtbereich über die Zerlegung zur Produktion.
Dabei staunten einige über die Abschottungsmaßnahmen
und die jeweils für jeden Übergang geltenden Reinigungsmaßnahmen
für Kleidung, Schuhe und Gerät. Aus unserem Landkreis
waren auch der neue Landrat Gottlieb Fauth und der Bürgermeister von Vaterstetten, Robert Niedergesäß,
dabei. Beide kennen unseren Betrieb vom Einkaufen
und aus den normalen Kundenkontakten. Gerade aus Vatestetten kommen viele Kunden zu uns. Für beide war der
Blick hinter die Kulissen neu.

Der Minister, der zugleich auch ein qualitätsbewußter
Verbraucher ist, hörte sich sehr aufmerksam die Ausführungen
von Manfred Obermaier an. In einem fruchtbaren Dialog ergaben
sich viele Übereinstimmungen. So sah der Minister die Stärke
der Bayerischen Erzeugerbetriebe mit ihrer Familienstruktur.
Dabei waren sich alle Beteiligten klar darüber, daß
diese Betriebe nicht über den Preis, sondern nur über
die Qualität konkurrieren können. Der Verbraucher,
dessen Position der Minister engagiert vertrat, profitiere eindeutig
von dieser Qualität, den kurzen Wegen und der garantierten
natürlichen Fütterung und artgerechten Tierhaltung.
Qualifizierte Handwerksbetriebe
sind ein Garant für eine risikofreie, saubere und vor allem
schmackhafte Ernährung. Das trifft nicht nur für Metzgereibetriebe
zu. Die extreme Sauberkeit, die die Besucher bei uns vorfanden,
hat alle beeindruckt. Als wir ihnen erklären konnten, dass
der Standplatz jeder Maschine und ihre Zuordnung zueinander
einen genau bedachten Sinn haben, fanden wir gespannte Zuhörer.
Sie erkannten, dass unser Bestreben um einen schnellen und präzisen
Produktionsablauf einen klaren und einsichtigen Vorteil bietet.
Jede überflüssige Zeit, die ein Rohstoff oder Ausgangsprodukt
Temperaturgegensätzen, überflüssiger Belüftung
oder einfach nur einer Zwischenlagerung ausgesetzt ist, ist
ein kleiner Qualitätsminderungsfaktor. Ein flüssiger
Fertigungsablauf bringt die frischeste Ware zustande. Es können
keine Bakterien wachsen und der Kunde erhält eine einwandfreie
Ware. Dazu braucht man ein eingespieltes Team von Fachleuten.
Unsere Metzger haben entscheidend dazu beigetragen, dass wir
zu einem Qualitätsführer in Deutschland wurden.
Der Minister, der sich hier gerade die Sohlenreinigungsanlage
für unsere Metzger anschaute, war begeistert von der sichtbaren
Hygiene. Als er die Katalysatoranlage für unsere Raucherzeugung
und die Energiesparmaßnahmen für unsere Klima- und
Warmwassererzeugung sah, sprach er von einem Musterbetrieb.
Das sind für uns notwendige Voraussetzungen, um unseren
Kunden die von ihnen gewünschte und gewohnte Qualität
bieten zu können. Zugleich sind sie teure, aber wirtschaftliche
Investitionen. Wir sind uns bewußt, dass unsere Nachbarn
ein Anrecht auf eine sauber und geruchfreie Luft haben. Es darf
nicht, so wie früher, nach den Gerüchen eines Metzgereibetriebes
riechen. Dafür garantiert unsere zuverlässige Luftreinigung
und -umwälzung. So kommt ein Effekt zum anderen. Die extreme
Sauberkeit in jeder Beziehung ist zugleich die Qualitätsvoraussetzung
für unsere Produkte.
Nach
dem Rundgang zeichnete der Minister unseren Betrieb in einer
kurzen Ansprache. Unsere Mitarbeiter und wir haben sich über
das ausgesprochene Lob sehr gefreut. Es ist eine Bestätigung
unserer Arbeit.
Mit
einer Gratulation und kleinen Präsenten würdigte der
Minister den Familienbetrieb. Ehefrau Kathi Obermaier, die den
Verkauf leitet, freute sich ganz besonders. Natürlich fanden
sich alle Besucher noch zu Gruppenfotos mit dem Minister zusammen.
Als
Hintergrund wurde ein Teil der ausgestellten Urkunden gewählt.
Wir staunen immer wieder selbst, wie genau unserer Kunden diese
Urkunden lesen und sich informieren.
Der Minister,
der sich auch unser Internetangebot angeschaut hatte, betonte
die Transparenz unseres Betriebes. Er erklärte, dass die
Nachvollziehbarkeit aller Produktionsabläufe durch eine
aufwändige elektronische Überwachung und Steuerung
heute notwendig seien. Alle Details müssen dokumentiert
und nachvollziehbar sein. In unserem Betrieb habe er ein sehr
positives Beispiel für Kundenbewußtsein gefunden.
Das sei auch die Stärke der Metzgerei Obermaier. Immer
wieder betonte er seine positive Verbrauchereinstellung und
wies auf die Stärken der bayerischen Erzeuger und Verarbeitungsbetriebe
hin. Die Ausbildung des Nachwuchses ist nach seiner Ansicht
ein Garant für die Qualität der Zukunft. Gerade im
Metzgerberuf hänge es entscheidend von der Erfahrung und
dem persönlichen Können der Fachleute ab, dem Kunden
die gewünschte Qualität zu bieten. So bekamen die
Besucher eine sachlich hervorragende Information. Eine kleine
Brotzeit aus Spezialitäten der Metzgerei Obermaier rundete
den Besuch ab.
Zum
Abschluss fand sich noch Raum für persönliche Gespräche.
Der Landwirtschaftsminister erwies sich dabei als profunder
Kenner der Materie. Er nimmt die Probleme der letzten Zeit sehr
ernst. Dabei erkennt er aber auch die schwierige Lage der bäuerlichen
Erzeuger und des Handwerks. Manchmal sind es einfach nur bürokratische
Hürden. Zusammenfassend darf ich feststellen, dass wir
in Josef Miller einen echten und guten Vertreter der gemeinsamen,
vitalen Interessen von Verbrauchern, Erzeugern und handwerklichen
Verarbeitungsbetrieben haben.
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